Tagung “Luther und Schelling”, 12.6.2017

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Alfons-Goppel-Straße 11
80539 München
Sitzungssaal 1, 1. Stock

“Der innerste Mittelpunkt der Philosophie” – Luthers “De servo arbitrio” und Schellings “Über das Wesen der menschlichen Freiheit” In seiner berühmten Abhandlung Über das Wesen der menschlichen Freiheit (1809) wirft Schelling die großen philosophisch-theologischen Fragen von der menschlichen Freiheit zum Bösen und der Rechtfertigung Gottes angesichts des Bösen auf neue, ungewohnte Art auf. Auf der Suche nach einer Antwort wendet er sich vor allem Kants “Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft” (1793) und Luthers “De servo arbitrio (1525)” zu. Obwohl der Name “Luther” nur ein einziges Mal in der Schrift erwähnt wird, weiß man heute durch die Nachlassforschung im Rahmen der historisch-kritischen Edition, dass eine intensive Auseinandersetzung mit der genannten Schrift Luthers im Hintergrund der Überlegungen Schellings steht. Argumente und Motive von Luthers Disput mit Erasmus von Rotterdam über den freien Willen fließen in Schellings Denken ein. Deren Verständnis wird es erlauben, den „innersten Mittelpunkt der Philosophie“, die Freiheit, bei Schelling neu zu durchdenken.

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