Buchdruck – Anfang und Ende? Luther-Lesung und Podiumsdiskussion

Ein Themenabend mit Luther-Lesung, Podiumsdiskussion und mehr

Zeit: 23. Juni 2017, 19 Uhr
Ort: Ludwig-Maximilians-Universität, Hauptgebäude, Hörsaal B 101

Handzettel Buchdruck

Die Erfindung beweglicher Druckletter durch Johann Gutenberg 1450 war eine kulturgeschichtliche Revolution. Die Wittenberger Reformation kam da gerade recht. Luther surfte auf dieser Welle und lieferte begehrte Texte zur Herstellung von Flugblättern, Flugschriften, und Bibeldrucken – sie ermöglichten den Reformationsprozess und wurden mittels der sich entwickelnden protestantischen Schriftbezogenheit auch ein inhaltliches Kennzeichen der Reformation.

Die Evangelisch-Theologische Fakultät möchte sich diesem Thema in ihrer Hauptveranstaltung zum 500jährigen Reformationsjubiläums zuwenden. Die Veranstaltung wird mit einer Lesung von kräftigen Luther-Texten zum Thema einsetzen. Ein Gespräch auf einem bunt zusammengesetzten Podium schließt sich an. Kurze Filmclips gliedern die Diskussion.
Im Wesentlichen geht es um den großen Bogen von den Anfängen des Buchdrucks im Zusammenhang mit der Reformation bis zur Frage nach der Zukunft des Buches angesichts gegenwärtiger digitaler Reproduktionstechniken. Zunächst erfolgt ein Blick auf die medialen Voraussetzungen der Reformation und deren enge Verzahnung mit der neu entdeckten Freiheitsbotschaft des Evangeliums. Vor diesem Hintergrund sollen mögliche Parallelen zum digitalen Aufbruch der jüngeren Zeit und deren besondere Herausforderungen zur Sprache kommen.