Tagung “Luther und Erasmus über Freiheit”, 24.-25.11.2017

Die Tagung will sich aus theologisch-philosophischer Perspektive der Rezeption und der systematischen Relevanz des Freiheitsstreits zwischen Martin Luther und Erasmus von Rotterdam widmen. Im Zentrum steht das jeweilige freiheitstheoretische Verständnis des Menschen, seiner epistemischen und voluntativen Vermögen und seines metaphysischen Ortes innerhalb der Schöpfung, besonders sein Verhältnis zu Gott.

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Zusammenfassung der 8. Sitzung vom 26.6.2017

Luther scheint in seiner Schrift De servo arbitrio einen strengen, ‚harten‘ Determinismus zu vertreten. Anders als gegenwärtige Kritiker der Willensfreiheit (wie z.B. der englische Philosoph Galen Strawson in seinem Aufsatz „The impossibility of moral responsibility“ oder US-amerikanische Philosoph Peter van Inwagen in seinem Essay on Free Will) jedoch liegt nach Luther der Grund dafür nicht in der alles vorherbestimmenden Naturkausalität und ihren Gesetzen, sondern in Gottes Vorherwissen und Vorherwollen. Weiterlesen